|
Unispezifische Theoriesozialisation
|
| Verfasser |
Nachricht |
Autopoiet
Mitglied
  
Beiträge: 48
Gruppe: Registered
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
Unispezifische Theoriesozialisation
Bei mir ist es die Systemtheorie. Klar, in Bielefeld ist sie nach wie vor Herr im Hause. Ein Prof. sagte sehr passend: "Luhmann-Inzest".
An und für sich nicht schlecht, so wird man auf jeden Fall kompetent in einer sehr komplexen Theorie ausgebildet, das können viele Unis nicht leisten.
Man könnte sagen, man wird wenigstens in einem richtig ausgebildet, nicht in allem nur halb. Allerdings werden dem Studenten damit gewisse Horizonte versperrt, oder zumindest schwer zugänglich gemacht. Einige theoretische Positionen werden nur mit großer Distanz erwähnt, die Handlungstheorie ist da ein Paradebeispiel.
Was sind eure Erfahrungen? Wie geht ihr damit um, dass durch die Lehre an der Uni gewisse herrschende Theorien verherrlicht, andere umgangen werden?
Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.08.2007 10:53 von Autopoiet.
|
|
| 21.08.2007 10:53 |
|
 |
Admin
Administrator
      
Beiträge: 50
Gruppe: Administrators
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
Bei mir ist es die Systemtheorie. Klar, in Bielefeld ist sie nach wie vor Herr im Hause. Ein Prof. sagte sehr passend: "Luhmann-Inzest".
Das war nicht zufällig ein gewisser Kühl?
Was sind eure Erfahrungen? Wie geht ihr damit um, dass durch die Lehre an der Uni gewisse herrschende Theorien verherrlicht, andere umgangen werden?
Ich denke zugänglich sind einem andere Theorien ja trotzdem, wenn man will. Man muss ja nicht alles vorgesetzt bekommen, obwohl es natürlich hilfreich ist.
|
|
| 21.08.2007 13:21 |
|
 |
L00-M4N
Neuling

Beiträge: 7
Gruppe: Registered
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
naja, ich denke, vor allem seit dem BA, gar keine Theorie mehr gut ausgeleuchtet wird. Die Systemtheorie wird, wie andere Theorien auch, halt in Textschnippseln behandelt. Es wird jedoch immer noch in den Kursen viel Luhmann gelesen. Ich glaub, wenn du gut dabei bist, kriegste auf jeden fall nen Ueberblick ueber die Systemtheorie. Wenn du Luhmann jedoch verstaendlicherweise nicht magst, ist das natuerlich eine Qual.
|
|
| 21.08.2007 20:12 |
|
 |
Gast
Unregistered
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
Macht ihr in Bielefeld NUR Systemtheorie?
Kein RC, SI, Bourdieu o.ä.???
|
|
| 21.08.2007 23:36 |
|
 |
Admin
Administrator
      
Beiträge: 50
Gruppe: Administrators
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
Doch, natürlich behandeln wir auch die genannten Themen und andere... ist ja schließlich eine Fakultät für Soziologie
|
|
| 22.08.2007 16:00 |
|
 |
Autopoiet
Mitglied
  
Beiträge: 48
Gruppe: Registered
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
Naja, ich bin im 2. Semester und habe noch kein mal etwas über Bordieu gehört geschweige denn über Handlungstheorie... und hatte auch kein Seminar dazu in aussicht. RC wurde in Sozialstrukturanalyse behandelt, aber doch sehr oberflächlich.
SI?
|
|
| 22.08.2007 23:44 |
|
 |
Admin
Administrator
      
Beiträge: 50
Gruppe: Administrators
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
Letzteres wird schon noch oft genug auftauchen
|
|
| 23.08.2007 00:57 |
|
 |
Felicia07
Interessierte(r)
 
Beiträge: 11
Gruppe: Registered
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
SI=Symbolischer Interaktionismus hatten wir in Freiburg, 3. Sem., auch noch nicht.
|
|
| 23.08.2007 08:56 |
|
 |
HROFrank
Mitglied
  
Beiträge: 43
Gruppe: Registered
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
es gibt noch kleinere institute in deutschland, an denen es noch schwerer ist eine theorie-vorlesung abzubekommen.. - da bleibt nur selbststudium - nicht unbedingt das optimum, aber alles im leben hat ja bekanntlich seine vor- und nachteile..
|
|
| 23.08.2007 13:01 |
|
 |
xgrynchx
Neuling

Beiträge: 5
Gruppe: Registered
Registriert seit: Aug 2007
Status:
Offline
|
RE: Unispezifische Theoriesozialisation
Das in Bielefeld die Systemtheorie vorherrscht ist ja mehr als verständlich, dass sich darauf konzentriert wird auch.
Wenn allerdings, wie angedeutet, (fast) alles abseits der ST ausgeblendet wird, halte ich das doch für problematisch, schließlich wird so vorsätzlich der Horizont der Studenten beschränkt und mögliche, fruchtbare Syntheseansätze im Kein erstickt. Klar, es bleibt das selbststudium und Éigeninitiative, allerdings wäre mit einem entsprechenden Angebot sicherlich einiges leichter.
Das gerade in Bielefeld dies nicht geschieht wundert mich schon, da es doch eine der Lehren ist, die mensch aus Luhmann ziehen kann: Über den Tellerrand blicken und nicht nur im eigenen Saft schmoren.
Und wie soll man Interdisziplinär sein wenn man nichtmal seine eigene kennt?
|
|
| 23.08.2007 18:05 |
|
 |
|
|