Das ist jetzt keine Literaturmeinung, sondern nur mal spontan so von mir. Sanktionen gehen meiner Meinung nach in Richtung Inklusion, Stigmatisierung zur Exklusion. Wer stigmatisiert ist, soll raus aus der Gruppe, wer sanktioniert ist, darf oft in der Gruppe bleiben, bekommt aber seine Strafe. Mal abgesehen von schwersten Sanktionen wie Todesstrafe. Sanktionen werden eher bewusst eingesetzt, aus einem Kalkül heraus. Es gibt ein Ziel (Kulturerhalt usw.) und es gibt Mittel (Sanktionen). Hingegen passiert Stigmatisierung oft gruppendynamisch, ohne bewusste Entscheidung.
Weiterhin können Sanktionen auch positiv sein, z.B. durch öffentliche Anerkennung und Wertschätzung. Stigmatisierungen sind immer negative Eingriffe. Evtl. könnte man auch sagen, Stigmatisierung ist eine Teilmenge von Sanktion, und zwar eine unbewusste Sanktion, eher funktional. Da müßte ich mir mehr Gedanken zu machen, evtl. reicht das aber als Denkanstoss.