Zur Diskussion gestellt....
Mir scheint, dass Rational-Choice-Theorien mitunter eine etwas stiefmütterliche Behandlung erfahren. Ich persönlich war von der RCT immer etwas hin und her gerissen. Auf der einen Seite erscheint mir dieser Ansatz "schön rund" und praktisch universell anwendbar, während er sich auf der anderen Seite nicht von ernstzunehmenden Kritiken und dem Vorwurf der Tautologie, Trivialität und Inhaltsleere lösen kann.
Ich würde gern wissen, was ihr grundsätzlich über das Thema RC denkt.
Mehr noch würde ich mich über eine Diskussion über Kronebergs Artikel "Die Definition der Situation und die variable Rationalität der Akteure." freuen.
-> http://www.sfb504.uni-mannheim.de/public...p05-11.pdf
Nach meiner Auffassung hat die Esser'sche Richtung das RC-Prinzip fruchtbar erweitert. Kroneberg baut darauf auf. Für mich stellt sich die Frage, ob man hier von einer "Aufweichung" der RCT sprechen kann, ja ob man überhaupt noch von RCT sprechen kann und ob ihr dieser "Aufweichung" etwas abgewinnen könnt.
Ich habe momentan keine spezielleren Fragen und möchte einfach mal den Versuch starten, ob sich hieraus vielleicht eine Diskussion ergeben kann.
Also: An die Tastatur, fertig...los!