Hallo!
Eine Verständnisfrage zu Luhmann:
Sind Systeme "unterhalb" der sozialen Ebene selbstreferent?
Soziale Systeme (suhrkamp) S. 64: Luhmann verbschiedet sich von Maturanas Begriff der Autopoiesis und erweitert ihn um das Konzept der Selbstbeobachtung. Insofern gilt für alle Systeme, dass sie selbtsreferent sind und dennoch: "Für all diese Systembildungsebenen gilt das Grundgesetz der Selbstreferenz, aber für die erstgenannte Gruppe [Zellen] in einem radikaleren, ausschließlicheren Sinn als für Sinnsysteme." und
"...anders als bei Nervensystemen sind Systemgrenzen und Umwelten in sinnhafte (!) Strukturen und Prozesse einbeziehbar." Zellen haben also in dem Sinn kein Umwelt.
Vielleicht kann mir jemand erhellen wie genau Selbstreferenz auf Zellenebene aussehen könnte, da SELBST-Referenz doch die Fähigkeit zur Unterscheidung von SELBST- und FREMDreferenz (also System und Umwelt) vorauszusetzen scheint.
Vielleicht kann mir ja jemand helfen.